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Zweige Bruchwitz und Tegge

Urururgroßvater Johann Friedrich Bruchwitz (1769 - 1846)

Johann Friedrich Bruchwitz

Geburtsort: Heinrichswalde in Vorpommern

Bekenntnis: evangelisch

Geburtsdatum: 29.6. 1769

Getauft am 3. Juli 1769

Beruf: Bauer, in Heinrichswalde

Herkunft der Vorfahren: Vorpommern

Wohnort: Heinrichswalde in Vorpommern

verheiratet mit Maria, geborene Köchle

gestorben 1846 in Heinrichswalde

Alter: Johann Friedrich wurde 77 Jahre alt

Eltern: Johann Christoph Bruchwitz und Dorothea Elisabeth Bruchwitz, geb. Tegge

Eheschließung des Johann Friedrich Bruchwitz am 27.11.1795 mit ...

Maria Christine Elisabeth Bruchwitz, geborene Köchle

Maria Christine Elisabeth Köchle (1769 bis 1855) war die Tochter des Johann Jacob Köchle. In den Kirchenbuchabschriften des Kirchenbuches von Ferdinandshof (dazu gehören u.a. die Gemeinden Rothemühl, Heinrichswalde), die der Heimatforscher Otto Bruchwitz aus Rothmühl getätigt hatte, ist ein Eintrag nachzulesen aus dem Jahr 1763, in dem Joh. Jacob Köchle aufgeführt wird. Maria Bruchwitz, geborene Köchle (Köchler) wurde laut Kirchenbuchabschrift 86 Jahre alt. Sie wurde laut Überlieferung im Kuhstall erschlagen.

Der Name "Köchle" hatte verschiedene Schreibweisen wie "Kechle", "Koechle", "Koechler", "Köchler", Köchle", Kegler" (siehe dazu die Sterbeurkunde des August Bruchwitz (1809-1892). Die Eltern bzw. Großeltern von Maria Christine Elisabeth Bruchwitz, geborene Köchle stammten aus der Gegend von Massenbach bei Heilbronn in Württemberg. Im Jahr 1748 wanderten sie nach Heinrichswalde in Vorpommern aus.

Familienzweig Köchler (Kechle) aus Württemberg

Bekenntnis: evangelisch

Geburtsjahr: 1769

verheiratet mit Johann Friedrich Bruchwitz

gestorben: 1855, Maria Bruchwitz wurde 86 Jahre alt

Eheschließung am 27. November 1795

Vater: Johann Jacob Köchler, Bauer aus Rothemühl, geboren um 1735

Die Eheleute Bruchwitz hatten fünf Kinder:

1) die erstgeborene Tochter hieß Anna Maria Christina (geboren am 15.9.1799)

2) Friederike Maria Dorothe (geboren am 20.10.1801 in Heinrichswalde), hatte später Johann-Friedrich Bruchwitz (geboren 1791) aus dem Zweig des Christian Bruchwitz (* 1760) geheiratet.

3) eine weitere Tochter war Johanna Sophia Christina, geboren am 18.6.1807.

4) ein Sohn August Wilhelm Daniel, er wurde am 16.8.1809 in Heinrichswalde geboren (gestorben 1892) und ist mein Ururgroßvater.

5) Maria Christine Wilhelmine, geboren 1816 in Heinrichswalde / Vorpommern, gestorben 1880. Sie hatte 1835 August Friedrich Ludwig Mohnke (1800-1855) geheiratet. Nachfahren Mohnke leben heute in Michigan / USA.


Der Vater von Johann Friedrich Bruchwitz war

Johann Christoph Bruchwitz (1726 bis 1774), geboren auf dem Burgwall bei Rothemühl, war in zweiter Ehe verheiratet mit Dorothea Elisabeth, eine geborene Tegge. Ab 1756 wohnten die Eheleute in Heinrichswalde, wo sie einen Bauernhof bewirtschafteten. Die erste Ehe von Johann Christoph (mit Frau Tobesing) war kinderlos und wurde bald geschieden. Die Eheleute Johann Christoph Bruchwitz und seine Frau Dorothea Elisabeth hatten sieben Kinder - vier Söhne und drei Töchter. Im Jahr 1769 wurde der dritte Sohn in Heinrichswalde in Vorpommern geboren - Johann Friedrich Bruchwitz. Er heiratete am 27. November 1795 seine Frau Maria Christine Elisabeth, eine geborene Köchler (Köchle).

Christoffer heiratete Elisabeth, geborene Lück am 6. Dezember 1719. Mein Urahne starb am 1. September 1737 auf dem Burgwall (Borgwall) bei Alt-Rothemühl, etwa fünf Kilometer vom heutigen Rothemühl entfernt. Von Beruf war Christoffer Bruchwitz Unterförster, Holzfäller sowie Hegeläufer (Heideläufer). Als Forstaufseher war er unter anderem dafür zuständig, daß kein Holz gestohlen wurde. Die damalige Berufsbezeichnung für den Holzfäller war Stabschläger .

Als Anzahl der Einwohner bei der Königlichen Unterförsterei Borgwall (Burgwall), wo die Familie Christoffer Bruchwitz etwa zwischen 1711 und 1725 wohnte, wurden neun Personen angegeben. Der Ort Alt-Rothemühl hatte 233 Einwohner, einen Revierförster, acht Kossäten und neun Ganzbüdner. Das Dorf Neu-Rothemühl hatte damals 123 Einwohner, 21 Kolonisten, die Königliche Unterförsterstelle Nettelgrund hatte sieben Bewohner / Angaben vom 13. Juli 1818 - Quelle: Der Kreis Ueckermünde, Heimatbuch, Manfred Vollack, Hamburg 1981.

Laut Überlieferung hatten Christoffer Bruchwitz und Frau Elisabeth zwei mir namentlich bekannte Töchter - Maria Christina (geboren 1720) und Regina (geboren 1722) sowie einen Sohn Johann Christoph (geboren 1726).

Die im Jahr 1682 geborene Urahnin Elisabeth Bruchwitz, geborene Lück überlebte ihren Mann Christoffer um fünfunddreißig Jahre. Elisabeth starb am 2. September 1772 im hohen Alter von neunzig Jahren.


Zur Geschichte von Rothemühl

Rothemühl liegt im Landkreis Uecker-Randow in Vorpommern. Die Gemeinde wird vom Amt Torgelow-Ferdinandshof verwaltet. Die alten Kirchenbücher, in denen auch die Namen meiner Vorfahren zu finden sind, konnte ich im Pfarramt in Ferdinandshof einsehen. Die Gemeinde Rothemühl hat im Jahr 2003 laut Statistik 359 Einwohner.

Rothemühl liegt an der geschichtsträchtigen alten Salz- und Heringstraße. In dem weiten Waldgebiet gab es zunächst nur das Gehöft des Heidereiters. Die sog. Heidereiterei wurde Ende des 16. Jahrhunderts an der Grenze zur Uckermark gegründet. Sie diente der Eintreibung der Steuern und hatte die Aufgabe, die pommersche Grenze zu sichern. Um 1600 gab es eine Wassermühle zum „Roden Born“. Der Müller vom Rodenborn, Joachim Knake, ist dreijährige Pacht schuldig, so steht es in alten Akten. Die stark eisenhaltige Quelle gleichen Namens, im jetzigen „Märchenwald“ gelegen, ist heute ein touristisches Ausflugsziel.

Am 27. Februar 1627, es war Krieg / der 30-jährige Krieg, kamen schwedische Truppen an der Mühle vorbei und holten sich dort Vorrat. Im Jahr1630 war die Mühle wegen ihrer schutzlosen Lage verlassen worden. Eine Urkunde belegt, daß im darauffolgenden Jahr die Mühle total zerstört war. Die Kosten für den Wiederaufbau der Mühle waren zu hoch. Im Jahr 1648 (Westfälischer Friede) kam Rothemühl unter schwedische Hoheit.

An einem Teich in Richtung Strasburg gab es 1690 einen Teerofen. Die Siedler kamen und bauten dort ihre Häuser. So entstand allmählich Alt-Rothemühl. Während der schwedischen Landesaufnahme von Vorpommern im Jahr1693 wurde der Burgwall bei Rothemühl (auch Karrenberg genannt) von der schwedischen Besatzungsmacht topografisch erfasst. Im Jahr1715 kam Rothemühl wieder unter preußischer Herrschaft. Im Jahr 1748 wurde die Oberförsterei Rothemühl eingerichtet. Zuständige Gebiete waren Rothemühl, Nettelgrund, Grünhof und Burgwall. C. L. Henricis Sohn, August Ludwig, betrieb von 1758 bis 1767 eine Glashütte. Neue Siedler, darunter auch Weber, bauten rings um das Glashüttengebäude ihre Fachwerkhäuser. 1767 wurden die Glashütten geschlossen und Wollspinnerei-Kolonien wurden errichtet. Somit entstand Neu-Rothemühl. Alt- und Neu-Rothemühl wurden um 1900 eine Gemeinde. Am 13. Mai 1879 wurde der Grundstein zur Rothemühler Kirche gelegt. (Quelle: Wikipedia)

Auf dem Friedhof befindet sich die Grabstätte des Lehrers Otto Bruchwitz (2.4.1877 bis 12.10.1956) bzw. der Gedenkstein seiner Vorfahren. Am 16.10.1956 wurde der Heimatforscher in Rothemühl beigesetzt. Otto Bruchwitz hatte mehrere geschichtliche Dokumente über diese Region (u.a. auch über die Stadt Torgelow im Kreis Ueckermünde) erforscht und veröffentlicht. Im Stettiner Adressbuch (Stettin und Umgebung) von 1936 ist Otto Bruchwitz mit dem Eintrag Gewerbeoberlehrer i.R. und mit Wohnort - Verbindungsstraße 3 in Finkenwalde (bei Stettin) - zu finden.

Anmerkung: In den Jahren 1709 und 1710 hatte sich in der nächstgrößeren Stadt - Pasewalk - die Pest ausgebreitet. Es starben 2/3 der Bevölkerung in dieser Gegend.

1755 heirateten Johann Christoph Bruchwitz und Dorothea Elisabeth, geborene Tegge und es bildeten sich die vier Bruchwitz-Linien:

die Linie Christian Bruchwitz - geboren 1760 (bildete die 1. Linie Rothemühl) - im Jahr 1834 gestorben

die Linie Heinrich Michael Bruchwitz - geboren 1764 (bildete die 2. Linie Rothemühl) - Vorfahre des Heimatforschers Otto Bruchwitz

die Linie Johann Christoph Bruchwitz - geboren 1772 (bildete die Linie Tating / Eiderstedt)

die Linie Johann Friedrich Bruchwitz - geboren 1769 (bildete die Linie Heinrichswalde in Vorpommern)

Alle Söhne wurden, wie der Vater Johann Christoph, Bauern. Mein Urururgroßvater Johann Friedrich Bruchwitz ließ sich als Bauer in dem Dorf Heinrichswalde, unweit des nicht viel größeren Ortes Rothemühl nieder. Johann Friedrich heiratete am 27. November 1795 seine Frau Maria Christine Elisabeth, geborene Köchle - bzw. Köchler, auch als Köchlern erwähnt. Die Ehefrau Maria (Marie) Christine wurde im Jahr 1768 (oder 1769) geboren. Die Eltern von Maria stammen aus der Gegend bei Massenbach in Württemberg. Im Jahr 1748 wanderte die Familie Köchle von Württemberg nach Vorpommern aus.

Johann Friedrich und Maria Bruchwitz hatten drei Töchter, zwei Söhne sowie zwei Kinder, die bereits im 1 bzw. 2. Lebensjahr starben. Eine der überlebenden Kinder war die Tochter Friederike Maria Dorothe, geboren am 20.10.1801. Jene Tochter heiratete übrigens ihren Cousin Johann-Friedrich, einen Sohn des Christian Bruchwitz (eigener Zweig). Die dritte Tochter hieß Johanna Sophia Christina, die am 18.6.1807 geboren wurde. Von den beiden Söhnen ist mir einer mit Namen bekannt. Es handelt sich dabei um den Sohn August, der am 16.8.1809 in Heinrichswalde geboren wurde. Er war der Stammhalter der Linie Johann Friedrich Bruchwitz. August Bruchwitz (1809-1892) ist mein Ururgroßvater. Was Unterlagen (Quellen) zu Johann Friedrich betrifft, so existiert die Abschrift eines Briefes, den Johann Friedrich an seine Bruder Johann Christoph im Jahr 1842 geschrieben hatte. Im Kirchenbuch des Pfarramtes von Ferdinandshof in Vorpommern sind jene Namen aufgezeichnet. In den Kirchenbuchabschriften des Otto Bruchwitz, die über das Internetportal von www.familysearch.org in den Datenbanken von Pommern zu finden sind. So ist u.a. ein Eintrag zur Geburt bzw. Sterbedatum von Johann Friedrich Bruchwitz und dessen Frau Maria, geb. Köchle dort zu finden - entweder unter "Taufen / Heiraten 1730-1800" in Pommern, Ueckermünde, Evangelische Kirche Ferdinandshof" oder direkt mit der Namensuche.


Geschichte von Heinrichswalde in Vorpommern

Heinrichswalde entstand im 18. Jahrhundert zu Zeiten Friedrichs des Großen im sogenannten Destrikt "Königsholland". Im Jahre 1722 entstand der Ort als königliches Vorwerk mit dem Namen "Mückenhorst" und war eine Holländerei, was einem Milchwirtschafsbetrieb entspricht. Den Namen "Heinrichswalde" erhielt der Ort im Jahre 1737. Im Jahr 1748 kamen Kolonisten aus Süddeutschland (z.B. aus dem heutigen Baden-Württemberg). So siedelte sich auch die Familie Köchle aus Massenbach in dem Gebiet von Heinrichswalde in Vorpommern an. Den Siedlern wurden Unterkunft, Acker- und Wiesenland, Befreiung vom Militärdienst und freie Religionsausübung zugesagt. Nach der Überlieferung mussten sich die sechs Bauern, sechs Halbbauern und 18 Kossäten entgegen der Zusage ihr Land in Heinrichswalde selbst roden. Der Generalpächter des Gebietes hiess Henrici, der offenbar ein Betrüger war. Das Land wurde nicht nach pommerschen Maß sondern nach Magdeburger Maß vermessen, was für jeden Bauern 7000 qm Ackerland weniger bedeutete. Ebenfalls forderte der Generalpächter die Pacht in brandenburgischen Münzen. Die Arbeit der Bauern wurde jedoch in sundischen Schillingen entlohnt. Beim Umtausch des Geldes hatten sie deshalb Verluste. Zwischen den Kolonisten und dem Kriegs- und Domänenkammer in Stettin gab es einen jahrzehntelangen Streit. Es ging um geforderte Dienstleistungen des Pächters an die Bauern auf dem Vorwerk in Heinrichswalde. Im Jahre 1847 wurden wieder viele einwanderungswillige Bauern angeworben. Es entstand nun Heinrichswalde als typisches Strassendorf, das durch eine langgestreckte Strasse gekennzeichnet war. (Quelle: Wikipedia)



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